Love On The Dancefloor – Spielhagen will zum ESC

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Der innovative Popchor SPIELHAGEN präsentiert in Berlin ein modernes und einzigartiges Chorkonzept. Als Vorreiter im Bereich des Party-Chorgesangs kombiniert dieser Popchor bekannte Radiosongs mit einem frischen Touch von Clubsound, wodurch ein völlig neues Musikerlebnis entsteht. Durch ihre innovativen Interpretationen transformiert der Chor Tracks aus dem EDM-Genre und populäre Pop-Hits in kraftvolle, 4-stimmige Chorversionen.

Nun hat sich der Chor unter Leitung von Cora Lee ein neues Ziel gesteckt: Sie wollen zum Eurovision Song Contest (ESC) und dort Deutschland vertreten. Ein starkes Ziel, dort mehrstimmige Vokalmusik in den Vordergrund zu setzen. Mit ihrem Video „Love on the Dancefloor“ haben sie sich für den Vorentscheid beworben. Ich habe mich mit Cora zu diesem Prozess und ihren Zielen unterhalten.

Nina: Wie kam es dazu, dass ihr euch für den ESC bewerbt?

Cora: Schon seit meiner Kindheit hege ich den Traum, mit einem eigenen Song beim Eurovision Song Contest (ESC) anzutreten. Tief in meinem Herzen war stets klar, dass ich diesen Traum nicht solo, sondern mit einem Ensemble realisieren möchte. Grundsätzlich planen wir, in zukünftigen Releases von SPIELHAGEN sowohl eigene Songs als auch Coverversionen mit individuellen Beats zu präsentieren. Unsere musikalische Vision ist es, eine einzigartige Klangidentität zu schaffen, indem wir mehrstimmigen Chorgesang mit modernem EDM-Sound kombinieren. Mit diesem frischen und innovativen Sound möchten wir Chormusik club- und radiotauglich machen.

Der Prozess unserer Bewerbung für den nationalen ESC-Vorentscheid wirkte dabei wie ein Turbo-Booster für unsere Pläne: Er hat mich angespornt, dieses kreative Vorhaben schneller umzusetzen als ursprünglich geplant. Dieser Schwung gibt uns die Energie und Motivation, auf unserem Weg weiter voranzuschreiten.

Natürlich gibt es Hunderte tolle Künstler, die sich beim ESC bewerben, und am Ende sind wir eben auch nur ein Chor und nicht Künstler mit einem großen Label, das mit Geld und Kontakten unterstützt. In der Tat denke ich, dass dies am Ende die ausschlaggebenden Argumente sein werden, warum Künstler*innen es in den Vorentscheid schaffen. Da machen wir uns nichts vor. Aber auch wenn nur eine einprozentige Chance bestünde, dass wir es in den Vorentscheid schaffen und Chormusik einem Millionenpublikum in einem anderen Licht präsentieren könnten, dann wäre es richtig gewesen, sich zu bewerben.

Chormusik braucht mehr Sichtbarkeit. Vor allem bei jungen Menschen. Dafür stehen wir ein und wir nutzen jede Chance, dies voranzutreiben.

Chorleiterin Cora Lee

Wie würdet ihr euch euren Auftritt beim ESC Vorentscheid vorstellen? (Musik, Bühnenshow, Klamotte etc.)

Ehrlich gesagt haben wir selbst den Dreh für „Love on the Dancefloor“ in einen anderen, lange geplanten Videodreh integrieren müssen. Dieser Dreh wurde an einem Tag, zusätzlich zu einem Fotoshooting, abgewickelt – eine wahre Herkulesaufgabe. Mit einem Regieplan von 100 Positionen gab es Momente wie: „Merry Christmas Everyone“ – 2. Refrain – Action! Und direkt danach „Love on the Dancefloor – 1. Strophe – Action!“. Das war ein enormes Pensum, aber wir haben es gemeistert.

Was ich damit sagen möchte: Gewöhnlich investieren wir viel konzeptionellen „Hirnschmalz“ in all unsere Projekte. Das beinhaltet das Chorarrangement, die Bühneninszenierung, Videokonzepte, Outfits, Styling sowie Lichtdesign. Ein Auftritt beim ESC-Vorentscheid würden wir gemeinsam mit unserem Chor, Choreografen, Stylisten und sicherlich auch einem Showconcepter durchplanen.

Wir planen zudem, unsere Community zu aktivieren, denn ihre Unterstützung ist uns sehr wichtig. Diese fantastische Gruppe von Menschen unterstützt und verfolgt uns bereits seit drei Wochen bei diesem Vorhaben, und wir sind fest entschlossen, sie weiterhin auf dieser aufregenden Reise mitzunehmen. Zum aktuellen Zeitpunkt können wir leider keine konkreten Details nennen, außer: „We will see when we get there“, und eines ist sicher: Wir werden alles geben.

Welchen Vorbildern eifert ihr nach? Wo seht ihr euch in 5 Jahren?

Es gibt tatsächlich niemanden, dem wir mit „SPIELHAGEN“ direkt nacheifern, denn wir gehen bewusst unseren eigenen, unverwechselbaren Weg. Dennoch gibt es viele Künstlerinnen und Künstler, die mich als kreative Leitung inspirieren und mir Impulse geben. Seit wir unseren Bewerbungsclip für „Love on the Dancefloor“ veröffentlicht haben, erhielten wir Kommentare, die Parallelen zu modernen ABBA-Vibes oder DJ BoBo ziehen. Als großer ESC-Fan und bekennender 90er-Jahre-Junkie freue ich mich natürlich riesig über solche Vergleiche.

Lady Gaga ist zweifelsohne inspirierend durch ihren Mut, anders und authentisch zu sein. David Guetta steht für mich für modernen Pop-EDM, der einfach pure Lebensfreude und Spaß vermittelt. Ava Max integriert herrliche Satzgesänge in ihre Originalsongs, was mich ebenfalls inspiriert. Ich gebe zu, ich war ein fanatischer Fan der Backstreet Boys. Bei ihnen machen die individuellen Charaktere und Stile das Ensemble zu einem großartigen Gesamtkunstwerk, was uns als Gruppe besonders anspricht. Und dann ist da auch Helene Fischer, die mit ihrer Art der Inszenierung, den Beats und den Kostümen, Schlagermusik auf eine ganz neue Ebene gehoben hat.

All diese wunderbaren Künstler*innen da draußen geben mir täglich neue, inspirierende Impulse, um den etwas anderen, mutigen Weg mit „SPIELHAGEN“ weiterzugehen. Wo wir uns in fünf Jahren sehen? Auf einem Pfad stetiger musikalischer und kreativer Entwicklung, immer offen für neue Inspirationen und bereit, mutig unseren eigenen Weg zu gehen!

Wie kann das überhaupt mit einen Chor beim ESC funktionieren, wenn doch eigentlich nur bis zu 6 Personen auf der Bühne stehen dürfen?

Sehr gute Frage. In der Tat ist das der spannendste Teil auf dieser Reise.

Natürlich sind uns die Regeln des ESC bestens bekannt, weshalb wir für unsere Bewerbung ein Sextett aus der Gruppe SPIELHAGEN ins Rennen schicken würden.

Den Weg dahin und wie wir das Ensemble zusammengestellt haben, haben wir in den letzten 3 Wochen auf unseren Socials für unsere Follower*innen erlebbar dokumentiert.

Im Vordergrund steht für uns, mehrstimmigen Satzgesang mit modernen Beats zu verbinden und dieses Ensemble dann auf der Bühne zu präsentieren. Wenn man über die richtigen, kraftvollen Stimmen verfügt, ist es durchaus möglich, mit sechs Personen einen ausdrucksstarken und voluminösen Chorsound zu erzeugen. Sechs kräftige, präsente Stimmen können im Vergleich zu dreißig leichteren Stimmen sogar mehr Druck und ein intensiveres Chor-Gefühl erzeugen.

Der Chorsatz ist dreistimmig, teilweise 4-stimmig geschrieben, wobei einzelne Stimmgruppen für diverse Parts auch mal in andere Stimmen wechseln. Dies habe ich beim Arrangieren detailliert durchdacht, sodass wir genau wissen, wer welche Melodien signt, um den gewünschten Sound zu erzeugen und um auch einen plakativen Wechsel zwischen Unisono und dem „Chor-Wow-Moment“ zu schaffen. Laut ESC-Regelwerk dürfen Leadstimmen live durch Background-Sänger*innen unterstützt werden, und zusätzlich dürfen auch Backingstimmen vom Band eingespielt werden.

Letztendlich ist es nicht notwendig, hier der „Chorpolizei“ gerecht zu werden…haha. Es geht weder um Doktorarbeit oder Politik. Wir machen Musik und das soll Spaß machen.

Wenn es uns also schlussendlich gelingt, Menschen allein mit der Idee von mehrstimmigem Gesang in Verbindung mit mitreißenden EDM-Beats für unsere Art der Chormusik zu begeistern, dann ist es nebensächlich, ob auf der Bühne sechs, vierzehn oder dreißig Personen stehen. Entscheidend ist, dass das Gesamtwerk überzeugt und begeistert.

www.spielhagen-chor.de
„Love on the Dancefloor“ anhören